Gemeinden erneuern gemeinsam ihre IT-Systeme
Die elf Liechtensteiner Gemeinden erneuern gemeinsam ihre IT-Systemlandschaft und Kernapplikationen der Gemeindeverwaltung. Ziel ist eine moderne, integrierte und prozessorientierte Verwaltung mit durchgängig digitalen Abläufen. Die dazugehörige Ausschreibung wird voraussichtlich Ende 2026 öffentlich publiziert.
Die Digitalisierung verändert die Anforderungen an die Dienstleistungen einer Gemeinde grundlegend. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an einen sicheren und zuverlässigen Betrieb von Gemeindelösungen. Einwohnerinnen und Einwohner, Unternehmen und Mitarbeitende erwarten zunehmend einfache, transparente und medienbruchfreie Prozesse. Die Gemeinden Liechtensteins haben deshalb die gemeinsame Erneuerung der IT-Systemlandschaft und Kernapplikationen der Gemeindeverwaltung beschlossen.
Grundlage für die Erneuerung bilden die Anforderungen, die gemeinsam mit verschiedenen Fachgremien gemeindeübergreifend erhoben wurden. Dadurch wurden die Bedürfnisse der einzelnen Bereiche frühzeitig berücksichtigt. Die künftige Lösung soll den Arbeitsalltag in den Gemeinden wirksam unterstützen und die Anforderungen des eGovernment erfüllen.
Gemeinsam Synergien nutzen
Die Zusammenarbeit sämtlicher Gemeinden in strategischen IT-Projekten hat sich bewährt. Dadurch können Synergien sowohl beim Fachwissen als auch bei der Planung und Umsetzung von grösseren Projekten bestmöglich genutzt werden. Auch die Erneuerung der Systemlandschaft wird als gemeinsames Vorhaben aller elf Gemeinden umgesetzt, die die Investitionskosten und die späteren Betriebskosten gemeinsam tragen.
Öffentliche Ausschreibung geplant
Der Auftrag wird nach den Bestimmungen des Gesetzes über das Öffentliche Auftragswesen (ÖAWG) öffentlich ausgeschrieben. Die Publikation ist voraussichtlich für November/Dezember 2026 in den amtlichen Publikationsorganen vorgesehen. Interessierte Anbieter sind eingeladen, die Ausschreibung zu verfolgen und sich am Verfahren zu beteiligen.