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«40 Meters of Care - Lernen und Arbeiten mit dem Lazzaretto Nuovo in Venedig». Eine Ausstellung von Studierenden der Liechtenstein School of Architecture der Universität Liechtenstein
Im Wintersemester 2025/26 befassten sich 13 Studierende der Liechtenstein School of Architecture der Universität Liechtenstein, Fachgruppe Bauerbe und Upcycling, mit dem «Lazzaretto Nuovo» in Venedig.
Das «Lazzaretto Nuovo» ist eine Insel im Norden der Lagune von Venedig mit einer wechselvollen Geschichte. Im 15. Jahrhundert wurde dort eine Quarantänestation errichtet, um die Ausbreitung der Pest und anderer ansteckender Krankheiten durch ankommende Schiffe aus dem Ausland einzudämmen. Im 18. Jahrhundert wurde der Sanitätsbetrieb nach und nach aufgegeben und das Lazzaretto Nuovo wurde in eine militärische Festungsanlage umgewandelt, die Teil des Verteidigungssystems der Lagune war. Noch bis 1975 nutzte das italienische Militär die Insel. Seit 1977 kümmern sich mehrere Non-Profit-Organisationen um die Insel, die sie als Ecomuseum für Geschichte, Natur und Archäologie der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen.
Im Projekt «40 Meters of Care» setzten sich die Studierenden unter der Leitung der Dozierenden Alberto Alessi und Barbara Ruech mit dem vielschichtigen Ort Lazzaretto Nuovo auseinander. Als erstes näherten sich die Studierenden in Zusammenarbeit mit lokalen Akteurinnen und Akteuren diesem Ort durch Workshops, Gespräche, Zeichnungen und Beobachtungen an (Learning from Lazzaretto Nuovo). Aufbauend auf diesen Analysen entwickelten die Studierenden Entwürfe für die Aufwertung des «Tezon Grande», des Hauptgebäudes auf dem Lazzaretto Nuovo.
Ziel des Projekts war es, verschiedenste empathischen Aufnahmen und Aufwertungen des Bestands ausprobieren zu lassen, einen Impuls für den behutsamen und reflektierten Umgang mit historischer Bausubstanz zu setzen und «Care» auch als architektonische Haltung zu verstehen: aufmerksam beobachten, bewahren und weiterbauen.
Aus der vielfältigen Auseinandersetzung der Studierenden ist ein bewegliches Archiv aus Zeichnungen, Texten, Bildern, Videos, Fundstücken und visionären Ansätzen entstanden. Es erzählt von Erinnerung, Transformation und Zukunft und versteht das Entwerfen als forschenden Prozess: ein sorgfältiges Beobachten, Sammeln, Verwandeln und Verweben. Das Vorgefundene wurde dabei stets als Ausgangspunkt für neue Ideen genutzt.
Das «Lazzaretto Nuovo» wurde somit zu einem experimentellen Labor für Theorie und Praxis – einem Ort des Erforschens, Entdeckens und Entwerfens, an dem bestehende Geschichten weitergeschrieben werden.
Es stellen aus:
Muhammed Emre Kücük, Selina Meisser, Latisha Mitrovic, Maik Müller, Annika Leonie Nicolussi, Jakob Niggli, Maribel Piccon, Maria Luisa Sánchez Tholen, Valentina Scheurer, Ida Simma, Laura Stefanita, Linda Vith und Moritz Vogler
Ort
Alter Pfarrhof
Egerta 11
9496 Balzers
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